Montag, 11. März 2013

Was ist denn bitte dieser "flow"

Eine schlichte Übersetzung aus dem Englischen würde erst einmal zu "Fließen" oder "Strömen" führen. Aber irgendwie bringt das auch nicht viel, um sich der wirklichen Bedeutung zu nähern. Eine Übersetzung versucht ja immer nur einen Begriff in einer anderen Sprache zu finden, der von der Bedeutung sehr ähnlich ist.

"Flow" kann man auf vielen Seiten dann weiterlesen, ist das "völlige bei sich sein" oder das "Aufgehen in einer Tätigkeit". Das bedeutet, dass man bei dem Ausüben irgendeiner Tätigkeit sehr großes Glück empfindet. Vielleicht sogar das Größtmögliche. Irgendwie habe ich es noch nie geschafft, bewusst in einen solchen Zustand zu kommen. Sondern er kam einfach. Bei Mathe-Hausis ist das sogar schonmal passiert. Beim Zimmeraufräumen auch. Und natürlich bei Sport und Musik. Das wichtige ist, dass man keinen Druck verspürt.Wenn die 16 Matheaufgaben in einer Halben Stunde fertig sein sollen, das Zimmer innerhalb von einer Stunde komplett staubfrei und aufgeräumt, der Marathon in zwei Stunden oder das Mozart-Konzert in drei Tagen sitzen muss, bekommt man sicherlich nur einen Frust, weil es nicht funktioniert. Und selbst wenn es funktionieren sollte, glücklich ist man nur aufgrund des Ergebnisses und weil man sich danach was gönnen darf. Auch das ist gut. Hat aber mit dem hier zu definierenden Begriff nichts mehr zu tun. Allerdings bekommt man ihn auch nicht deswegen, weil man sich Zeit gelassen hat. Oder seine Lieblingsmusik läuft. Oder der Partner da ist. Oder sonst irgendwelche positive Faktoren können wirken, wie sie wollen. Sie können nur verhindern, dass ein "Flow" kommt, ihn aber nicht kognitiv hervorrufen...
Auf jeden Fall würde ich sogar so weit gehen und ihn als den besten Zustand definieren, der uns Menschen passieren kann. Vielleicht kann ja auch ein Tier in soetwas kommen.

Aber eigentlich,
eigentlich kann man den "Flow" nicht beschreiben.
Man muss ihn selbst erlebt haben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen