Mittwoch, 21. November 2012

Gute Laune

Heute beim Laufen habe ich so viele griesgrämige Gesichter gesehen, dass ich mich entschlossen habe, ein Gedicht darüber zu schreiben. Das Problem meines Erachtens ist, dass man nicht weiß, was dahinter steckt. Frust? Ist das der Normale Gesichtsausdruck? Streit? Verbissenheit? Im Extremfall sogar Suizidgedanken?
Ideen zu diesem Gedicht habe ich auf meinem Zettel aufgeschrieben, den ich immer dabei habe, wenn ich laufen gehe. Garnicht soo leicht, beim Laufen zu schreiben. Tja, nachm Laufen war ich so mit dem Gedicht und den damit verbundenen Gedanken beschäftigt, dass ich doch glatt den Zettel in meiner Laufjacke gelassen hatte. Aber die Waschmaschine ist ja unser Freund und Helfer und spuckte zum Glück ein noch lesbares Schriftstück aus, was zwar etwas eingeweicht war, aber das war nicht weiter schlimm.

Gute Laune


Tragt gute Laune in die Welt,
sodass der Griesgram bald zerschellt.
Lächeln ist ja kostenlos,
wirkt sogleich und ist famos.

Bedenke, es kann Crashs vermeiden,
denn dann muss keiner mehr groß leiden,
der Schulterblick wird einfach gmacht
damit es nicht schon wieder kracht.

Bedenke, das kann Leben retten
für Leute, die sich sonst was täten,
der eine sich die Luft kurz nimmt,
der ander von der Brücke springt,
nicht fragend, was ihm das nun bringt.

Bedenke, es kann Frieden sichern,
denn wenn die Leute schon mal kichern
wird keiner zu den Waffen greifen
wird keiner um was kleines keifen
das große sowieso schon nicht,
denn dein Lächeln gibt das Licht.

Tragt ein Lächeln in die Welt,
sodass der Griesgram bald zerschellt.
Lächeln ist ja kostenlos,
wirkt sogleich und ist famos.

Wie es gemeint ist (Interpretationen sollen in diese Richtung gehen)


Die Wortwahl, die danach aussieht, als würde ich dieses ernst zu nehmende Problem unserer Gesellschaft nur müde belächeln, sind als Antithese zu verstehen. Das Gedicht an sich ist ja eine Antithese. Es geht ja um Gute Laune/Licht und Verbissenheit/Griesgram. Die Länge der Strophen wird im Hauptteil absichtlich verlängert. Dies unterstreicht die klimatische Anordnung der Themen. So, das sind so zusamengefasst meine Gedanken zu diesem Gedicht.

So, mein erstes Gedicht, das ich selbst geschrieben habe, hoffentlich hat es die gewünschte Wirkung

5 Kommentare:

  1. Lieber Herr Abiturient!

    Das Gedicht selbst ist famos.
    Was soll die Interpretation denn bloß?
    Die Lesart so grob vorzuschreiben
    das lass in Zukunft lieber bleiben.

    Herzliche Grüße
    Frau Referendarin

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  2. Grüß Gott Frau Referendarin
    Der Gedichtinhalt darin
    soll nicht veranlassen
    dass d'leit erblassen

    => VOR ZORN!!!!
    weil:

    der bub, erwachsner sich nennt
    in der Welt aber nicht auskennt:
    schreibt in ner sprach,
    unpassend und ach,
    dem Inhalt nicht gerecht

    => DAS GEDICHT IST SCHLECHT!!

    Deshalb liegt kostenlos
    die Erklärung bei, famos
    geliefert frei Haus,
    damits auch der Klaus
    [Seitehieb zu extra 3 mit Sendung-mit-der-Maus-Parodie; s. Youtube: "Klaus erklärt..."]

    => VERSTEHT...

    Der Verfasser mit da Brill
    den Inhalt klar machen will,
    damit keiners falsch versteht,
    sonst jeder vom Blog hier geht:

    => Gedanken siehe oben

    keiner soll hier toben
    das wiederspricht dem glücke
    und hinterließ ne riesen lücke

    => das will ja der Blog:
    soll zeigen das "lock"

    => Zum Glück

    zumindest zwei Wege,
    wie ich sie auch pflege

    jetzt fällt mir nichts mehr ein
    ich glaub, ich geh jetz heim
    find einfach keinen Reim!!
    Gedanken, zäh wie Leim...
    erstickt, schon im Keime

    Grad hab ich viel geschwafelt
    der Grund wurde getafelt
    ein satz hätt auch gereicht:
    kein Fehler sich eingeschleicht,
    [ich weiß... eingeschlichen hat, aaber des klingt einfach nich so gut...]
    alles Absicht, grad die Theman,
    man soll das Werk ernst nehmen,
    auch wenn die Sprache an(d/n)ers
    ist, trotzdem kanners
    [also hoffentlich...]

    zum Schluss DER Knüller:
    es grüßt, Lukas Müller

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  3. ein Nachtrag, verdammt,
    ein Problem wurde erkannt:

    Der Kommentar vom Host
    ist länger als der Post

    Alles nicht so schlimm
    das nächste Mal
    oh heilger Gral,
    wird weniger gschrimm
    [ergo: geschrieben]

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  4. das dichterische Wort,
    erklärt und seziert,
    stirbt ganz ungeniert
    noch an Stelle und Ort.

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  5. Jaja, beides sicher stimmt:
    das aufgewühlte Wort,
    bleibt in Zukunft fort.
    Länge schnell den Inhalt nimmt.

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