sport und musik sind für den autoren schlüssel zur körperlichen ertüchtigung und damit dem physischen training, genauso wie die beanspruchung des geistes und damit dem psychischen Training.
Dienstag, 8. Januar 2013
Emotionen in Musik
So eben hab ich, wie so oft, die Geige in der Hand gehabt. Zuerst nochmals den Vivaldi gespielt, dann den Mozart und nun hatte ich mal wieder total Lust auf die Dvorak Sonatine (das ist der erste Satz von vieren). Mit meiner Begleitung (praktischerweise meiner Mum) habe ich es nun gespielt. Der erste Satz ist eher majestätisch und wild, der zweite ist eher traurig und nachdenklich, öffnet sich kurz und wird dann wieder nachdenklich und traurig. Der dritte Satz ist ein "Scherzo", er ist lustig, aber auch kurzzeitig wütend und der vierte Satz ist extrem flott und lustig, mit lyrischen und nachdenklichen Stellen.
"Warum schreibst du das hier?"
Ich will auf etwas hinaus.
"Das ist doch total unwichtig... *seufz".
Ist es nicht. Lass mich mal machen.
Auf jeden Fall hat es sehr viel Spass gemacht, dieses Stück mal wieder zu spielen.
Dann ist mir aber während des Spielens aufgefallen, dass das total verschiedene Emotionen sind, die da ausgedrückt werden. Und dann überlegte ich mir, ich habe zwei Möglichkeiten, das zu spielen.
"Jaaahaaa, du empfindest die Emotion selbst oder du tust nur so, als ob... Jetzt komm halt mal BITTE auf den Punkt. Das liest doch hier keiner...".
Richtig.
Ich probierte beides aus.
Natürlich war es leichter, Emotionen, die gerade selbst empfindet, auszudrücken.
"Moment! Aber die Sätze sind ja direkt hintereinander. Das ist schon sehr abprubt!"
Naja, zwischen den Sätzen ist meistens eine kurze Pause...
Und die Emotionen haben meistens auch Überleitungen, sodass sich Interpret und Zuhörer damit leichter tun. Natürlich gibt es das auch anders. Aber sowas spiele ich nicht so gerne.
"Aha, das heißt deine Emotionen sollen kommen und sich dann im Laufe der Zeit allmählich ändern. Das geht ja noch".
Naja, stell dir vor, du bist Schauspieler. Du hattest gerade Krach mit deiner Frau. Sie fährt dich zur Aufführung. Ihr seid aufgrund des Streits schon spät dran. Sie fährt schlecht. Du regst dich auf. Du kommst also nun zuspät. So und jetzt kann es dir passieren, dass du eine Rolle spielst, die die glücklichste Person der Welt ist. Tja, innerhalb von 2 Minuten switchen vom genervtesten auf den glücklichsten Menschen...
"Aber man muss sich ja noch umziehen, schminken undso"
Klugscheißer!
Dann wären es halt 7 Minuten oder so...
"Hmmm, das ist echt schwer... Was kann man da machen? Also außer n bisschen früher kommen?"
Da wird es sicher kein Geheimrezept geben.
Aber sicherlich ist es sinnvoll sich , bevor man eine bestimmte Emotion "auf Knopfdruck" abspielen soll, Emotionsfrei zu machen.
"Wie soll das gehen???"
Du hast Zeit für dich. Verarbeitest da das geschehene. Und hakst es ab. Das in der Vergangenheit geschehene ist jetzt unwichtig, oder muss abgehakt sein. Bei mir ist das das Einspielen. Nach diesem Verarbeiten bist du wieder ein unbeschriebenes Papier. Du kannst nun jede Emotion annehmen, die dir vorgegeben ist. Diese musst du natürlich so intensiv ausleben, wie es geht, aber auch nur soweit, als dass du dort schnell wieder rauskommst...
Jaja, schwierig, sowas. Schwer ist es aber auch, sich sowas während des spielens zu überlegen, vorallem, wenn man das Stück lange nicht mehr gespielt und dadurch nicht auswendig parat hat...
Übrigens: Zur Erleichterung des Lesens wurden die musikrelevanten Gedanken weggelassen (welcher Finger wo in welcher Lage hoch oder tier mit Auf- oder Abstrich gespielt wird...)
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Das war ein richtig schöner runder Eintrag.
AntwortenLöschenDanke!
AntwortenLöschenZuerst war noch die Überlegung, dass das evtl. zu lange wird und ich das dann teile, wie schon sooft, das hätte auch Spannung erzeugt, aber diese häufige Trennung könnte auch ein Grund sein, warum der Blog uninteressant geworden ist...
Interessantheit liegt nicht nur beim Autor, auch beim Leser.
AntwortenLöschenKann ich mir irgendwie nicht so richtig vorstellen,
AntwortenLöschenaber die sich mittlerweile wieder auf präferienstand (selbsterklärend) befindenden Klickzahlen scheinen das zu belegen...
Was für n Stand? :)
AntwortenLöschenDu bist doch selbst Leser. Findest du alles interessant, was du liest? Wer hat denn Zeit für Blogs, die ihn nicht interessieren. (Das Urteil wird natürlich oft viel zu schnell gefällt)
Weitermachen.
In den Weihnachtsferien fragte ich mich in dem Post "Zwischenstand - ein ungelöstes Gedankenwirrwarr", warum ich in den Ferien soviele Leser verloren hatte...
AntwortenLöschenMeine Vermutung war, dass keiner mehr auf meinen Blog geht, da Ferien sind, das habe ich stark kritisiert und es ist scheinbar eingetroffen...
Ich habe so ein paar Blogs, die mich inhaltlich interessieren und die werde ich erst dann nich mehr lesen, wenn sie mehrere uninteressante Posts geschrieben haben...
Jep, ich mache weiter ;)